Skip to main content

das kleinstmögliche maß aller dinge

weniger ist mehr, aber haben ist angeblich auch besser als brauchen. man soll viel trinken aber sich nicht vollschlagen. gar nicht so einfach die universelle lebensformel für sich zu finden. selbst weniger als eine handvoll lebensleitlinien zu haben, ist recht schwierig. vielleicht ist Maß halten,  die aufgabe, die sich am ehesten auf alle lebensbereiche anwenden lässt. aber wann ist das maß voll? und wo sind die grenzen? und was ist das maß aller dinge? ich für meinen teil strebe derzeit das kleinstmögliche maß aller dinge an. auch wenn ich beim blick ins geschirr-regal immer wieder feststelle, wie kläglich ich bereits gescheitert bin. also gilt es: auf ein neues und einen kühlen kopf zu bewahren.

wozu brauchen 3 personen 17 frühstücksteller? für die potentiellen gäste 2mal im jahr? und alles nur, weil ich es nicht wage den lightning-mc-queen-teller des sohnes zu entsorgen. und auch nicht omas alte goldrahmenteller. obwohl sie nicht mikrowellentauglich sind, bringe ich es nicht über mich … dabei habe ich noch die kleine kitschige blumenvase und die altmodischen bücher mit ledereinband und, und, und von oma … nostalgiegründe kann ich in puncto teller also streichen. und weg mit ihnen. jetzt! sofort! schwupps, nur noch 12 teller. was für ein befreiendes gefühl.

dinge ohne funktion, gern deko genannt, sind auch so ein knackpunkt. es gibt 2 möglichkeiten. man kann ihnen eine funktion geben (upcycling) oder weg damit (recycling bzw. verschenken). der schmuck aus meiner teenagerzeit, den ich jahrelang für die faschingszeit aufgehoben und doch nicht benutzt habe, ist bereits weiter gereicht. und diese künstlichen pfingstrosen, die ich eigentlich sehr schön aber eben auch sehr künstlich finde, werden die verzierung der nächsten geschenkverpackung. ich schwöre.

ach wie erleichternd dieser minimalismus doch ist. weniger abzustauben, weniger abzuwaschen, weniger anzufassen (nicht dass ich oft etwas abstauben würde … aber mal ganz theoretisch gedacht) und viel mehr zeit, die neuen gartenmagazine aus der bibo zu lesen, oder yoga zu machen, oder vom sommer zu träumen …

montag gehe ich noch mal den bücherschrank an. 3mal die cameliendame und ein doppelter stanislaw lem ist einfach zu viel des guten. in die bücherbüxe gegeben = platz geschaffen und vielleicht jemand anderem eine freude gemacht. entrümpeln war noch nie so beglückend.

bücherbüxe

 

 

 

 


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!